Die wichtigsten Anbieter:innen von Stipendien, auf die sich Promovierende selbst bewerben können, sind die 13 deutschen Begabtenförderungswerke.
- Die Rahmenbedingungen (z. B. Stipendienhöhe, Dauer des Stipendiums, Nebenverdienstmöglichkeiten) orientieren sich an den Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und unterscheiden sich daher zwischen den Stiftungen nur wenig.
- Bewerben können sich Promovierende aller Nationalitäten (z. T. gibt es gesonderte Programme für internationale Promovierende). Viele Stiftungen erwarten aber gute Deutschkenntnisse.
- Die Bewerbung bei einer Stiftung sollte gemeinsam mit der Betreuungsperson gut vorbereitet werden, da eine Wiederbewerbung bei derselben Stiftung oft nicht möglich ist. Zudem sollte auf eine einwandfreie äußere und sprachliche Form und die Einhaltung der Vorgaben der jeweiligen Stiftung geachtet werden. Die GSHS-Geschäftsstelle berät Sie hierzu gerne.
- Bei den konfessionellen Stiftungen ist in der Regel die Zugehörigkeit zur jeweiligen Konfession erforderlich.
- Bei den parteinahen Stiftungen ist eine Mitgliedschaft in der jeweiligen Partei nicht erforderlich. Man sollte sich aber mit den politischen Grundwerten der Stiftung auseinandergesetzt haben und sich mit ihnen identifizieren können.
- Bewerbungen bei verschiedenen Stiftungen sind möglich, sollten aber nicht wahllos erfolgen (z. B. keine Bewerbungen bei Stiftungen gegensätzlicher politischer Tendenz).
- In der Regel wird neben der wissenschaftlichen Exzellenz auch ein gesellschaftliches Engagement erwartet.
- Viele Stiftungen haben Altersgrenzen oder Grenzen für das akademische Alter (d. h. die Zeit, die seit dem Abschluss des Masters vergangen sind). Verlängerungen aufgrund von Familienzeit, Krankheit o. Ä. können aber meist berücksichtigt werden.
DAAD-Stipendiendatenbank (verzeichnet Stipendien des DAAD und z. T. auch auslandsbezogene Fördermöglichkeiten weiterer Fördergeber:innen)
Gerda-Henkel-Stiftung (Archäologie, Geschichts- und Islamwissenschaft)
Bei den großen Forschungsförderorganisationen (DFG, BMBF, EU…) können Promovierende selbst keine Anträge auf Förderung ihrer Forschungsprojekte stellen. Postdocs oder Betreuende können aber Forschungsprojekte beantragen, in denen dann auch Stellen für Promovierende enthalten sind. Allerdings ist hier mit aufwendigen Vorarbeiten und längeren Entscheidungsprozessen zu rechnen.
Promotionsstipendien sowie Fördermittel für bestimmte Sachkosten (Reisekosten, Druckkosten etc.) werden auch von vielen kleineren öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Fördergeber:innen ausgeschrieben, manchmal auch nur für bestimmte Themen, Zeiträume oder spezifische Zielgruppen (z. B. Personen mit Care-Verantwortung). Ausschreibungen finden sich z. B. unter
- e-fellows.net
- mystipendium.de
- ELFI und FIT (mehr Infos)
- GSHS-Calls worldwide-Newsletter
- International Office (Fördermöglichkeiten für Auslandsaufenthalte)
- Stabsstelle Gleichstellung und Diversität (Ausschreibungen und Preise zu Gleichstellungs- und Diversitätsthemen)
- Nothilfefonds für Studierende und Promovierende mit Familienaufgaben
- Stiftungen an der JGU
- Startup Center (Fördermöglichkeiten für Gründungsinteressierte)
- Newsletter und Newsseiten von Fachgesellschaften und Fachportalen (z. B. romanistik.de, H-Soz-Kult etc.)
Das eigene Netzwerk (andere Promovierende, Kolleg:innen, Postdocs, Betreuende) kann oft ebenfalls nützliche Tipps zur Stipendiensuche vermitteln.