GSHS-Mitglieder können Arbeitsgruppen (AGs) bilden, um gemeinsam an für die Promotion relevanten Themen zu arbeiten, sich interdisziplinär zu vernetzen und auszutauschen sowie neue Ansätze kennenzulernen. Die AGs dienen der gegenseitigen Unterstützung und Verbesserung der Einbindung in den Forschungsbetrieb sowie in die Scientific Community. Dabei geht es auch um wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen, wie Netzwerken und Moderation, Präsentation und Kommunikation, wissenschaftliches Schreiben und Sprachen.
Projektziel und Projektbeschreibung
In der AG beschäftigen wir uns anhand konkreter Promotionsprojekte mit inhaltlichen, konzeptionellen und methodischen Fragen afrikabezogener Forschung. Ebenso reflektieren wir gegenwärtige und vergangene Wissenszirkulationen und Wissenschaftsbeziehungen zwischen Afrika und Europa. Die AG versteht sich als offenes Forum zum interdisziplinären Austausch innerhalb der JGU Mainz und lädt für Kurzvorträge auch Doktorand:innen und Wissenschaftler:innen von außerhalb, insbesondere aus Afrika und der Diaspora, ein. Die regelmäßigen Treffen in digitalen oder persönlichen Formaten sollen im Sinne einer Forschungswerkstatt eine Gelegenheit bieten, Teilaspekte des eigenen Promotionsprojekts zu präsentieren und in der gemeinsamen Diskussion weiterzuentwickeln. Die Arbeitssprachen sind je nach Bedarf Deutsch, Englisch und Französisch.
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Janika Kunzmann, Lena Scheibinger
Weitere AG-Mitglieder: Alassane Traoré, Jahn Lukas Hermann, Antonia Fendt, Melda Demir
Projektziel und Projektbeschreibung
Das Forum Antike bietet Studierenden und Promovierenden der JGU einen offenen Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung. Eingeladen sind alle, die im Studium oder in der Promotion Themen der Antike bearbeiten oder ein generelles Interesse an althistorischen, archäologischen und verwandten Fragestellungen mitbringen. Ziel des Forums ist es, eine lebendige, fachübergreifende Plattform zu schaffen, die Vernetzung erleichtert, den Austausch über Fachgrenzen hinweg fördert und die Vielfalt der Zugänge zur Antike sichtbar macht.
Das Forum beschränkt sich daher nicht ausschließlich auf die griechisch-römische Antike, sondern bezieht auch angrenzende Kulturräume und zeitliche Kontexte mit ein. So soll ein interdisziplinärer Austausch zwischen verschiedenen Fachrichtungen entstehen, von den Altertumswissenschaften etwa über die Ägyptologie bis hin zur Kunstgeschichte, von dem alle Teilnehmenden von der Expertise unterschiedlicher Bereiche profitieren können.
Im Zentrum der Arbeitsgruppe stehen die Projekte und Fragestellungen der Teilnehmenden. In regelmäßigen Sitzungen während des Semesters können eigene Arbeiten vorgestellt, methodische Ansätze diskutiert, wissenschaftliches Präsentieren geübt oder gemeinsam Texte gelesen und besprochen werden. Nach Möglichkeit sollen zudem Doktorand:innen und Wissenschaftler:innen von innerhalb und außerhalb der JGU für Kurzvorträge eingeladen werden. Gleichzeitig bietet das Forum Raum für informelle Gespräche in entspannter Atmosphäre.
Ein besonderes Anliegen ist die kollegiale Unterstützung: Vorträge können geübt, Quellen- und Literaturarbeit besprochen und digitale Arbeitsmethoden erprobt werden. Auch alltägliche organisatorische Fragen im Rahmen von Qualifikationsarbeiten lassen sich unkompliziert klären. Ergänzend sind Workshops, Werkstattgespräche, gemeinsame Lektüretreffen oder kleinere Veranstaltungen in der vorlesungsfreien Zeit vorgesehen. Die Arbeitssprachen der AG sind Deutsch und Englisch.
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Vincent Hupfauer, Andrea Suquet
Weitere AG-Mitglieder: Niklas Ziegler, Sait Can Kutsal, David Eibeck, Jonas Mach
Projektziel und Projektbeschreibung
Die Arbeitsgruppe „Körper und Medien im 21. Jahrhundert“ rückt die Entwicklung von medienspezifischen Ästhetiken und Semantiken des Körpers und seiner Komponenten als organische Materialitäten in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Vor allem neomaterialistische Theorien beziehungsweise Theorie-Hybride der letzten Jahrzehnte haben mit Konzepten der Transkorporalität (Alaimo 2010), der Plastizität (Malabou 2000, 1994), des Cyborgs (Haraway 1991) und des Posthumanen (Braidotti 2013, Hayles 1999) das aktuelle Verständnis von Körperlichkeit entscheidend geprägt. Formen des Organischen sind dabei nie als reine Natürlichkeit zu verstehen, sondern sind immer schon und besonders im 21. Jahrhundert techno-bio-politische Hybride (vgl. z. B. Haraway 1991, Preciado 2008). Es kann davon ausgegangen werden, dass neue Technologien, virtuelle Plattformen und deren mediale Formate, die sich vor allem auf „Kleine Formen“ (Vogl et. al. 2021) stützen, Körper-Bilder (Inhalt und Form) entscheidend mitkonstituieren. Nimmt man an, dass die Ausbreitung virtueller Räume nicht mit einer Entkörperlichung einhergeht, wie bereits so häufig prognostiziert, sondern Materielles und Immaterielles (Lyotard 1985) zusammenwirken und sich gegenseitig bedingen, eröffnet dies spannungsreiche Reflexionsräume für Literatur-, Kunst-, Medienwissenschaft und Soziologie, deren Potenzial heute sicherlich noch nicht ausgeschöpft ist.
Die interdisziplinäre AG setzt sich zum Ziel, den Nexus „Körper und Medien“ aus verschiedensten Perspektiven zu hinterfragen, wobei disziplinäre Grenzüberschreitungen ausdrücklich in den Blick genommen werden. Die AG versteht sich als offenes Austauschformat von Ideen und Gedanken zum Thema und steht allen Interessierten offen.
Als erster interdisziplinärer Begegnungsort rund um das AG-Thema wurde am 19. und 20. Mai 2023 die Junior-Tagung „Körper-Teile: Mikro-Formen des Organischen in Literatur, Kunst und Film“ an der Kunsthochschule Mainz angeboten. Im Anschluss an die Veranstaltung ist vorgesehen, eine gemeinsame Publikation in die Wege zu leiten.
Organisierte Veranstaltungen
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Weitere AG-Mitglieder: Benjamin Doubali, Kimberly Schlüter
Projektziel und Projektbeschreibung
Durch über zwei Jahre coronabedingte Schließungen ist es nicht nur für Studierende, sondern auch für Doktorand:innen schwierig geworden, sich in dieser Zeit innerhalb des Fachbereiches, aber auch über diesen hinaus zu vernetzen. Besonders Forschungsarbeiten im Bereich des Mittelalters profitieren jedoch von einer interdisziplinären Zusammenarbeit, beispielsweise zwischen den Bereichen Geschichtswissenschaft, Archäologie, Kunstgeschichte, Philologie oder Theologie (etc.), die sich alle von dem Angebot der AG angesprochen fühlen sollen. Der Zeitraum, der für Interessierte angegeben wird, soll über die klassische Absteckung 500-1500 hinaus auch Fragestellungen der Spätantike bis hin zum Übergang zur frühen Neuzeit mit einbeziehen.
Die AG soll zunächst innerhalb der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine Möglichkeit zur Vernetzung von Forschenden mittelalterlicher Themenstellungen bieten, aber auch durch Workshops und Vorträge den Kontakt zu Forschenden von außerhalb bieten. Geplant sind 3–4 Sitzungen pro Semester + weitere Möglichkeiten in der vorlesungsfreien Zeit, um Doktorand:innen und Studierenden, die thematisch interessiert sind oder an thematisch passenden Qualifikationsarbeiten arbeiten, eine Plattform zum Austausch zu bieten. Hier soll die Möglichkeit zum fachlichen Austausch gegeben sein, z.B. durch Diskussionsrunden, Vorstellungen der Arbeiten und Diskurs zu konkreten, inhaltlichen Fragen sowie zum Wissens- und Forschungsstand verschiedener Fachrichtungen, die in der AG vertreten sein können (s.o.). Da die zeitliche Absteckung der AG bewusst weit gehalten werden soll, steht auch der Austausch von methodischen Fragen im Mittelpunkt: Hilfestellungen bei Vorträgen und Präsentationen (quasi eine Probebühne für Tagungen und Kongresse), Unterstützung bei Quellen- und Literaturrecherche, Hilfestellung bei Fragen digitaler Methoden im Rahmen von Projekten, die im Bereich der Digital Humanities liegen, sowie auch die Mithilfe bei einfachen Fragen der alltäglichen Organisation der Qualifikationsarbeit sind ein Anliegen der geplanten AG.
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Weitere AG-Mitglieder: Sait Can Kutsal, Isabelle Rahms, Marco Büttner, Adrian Dünweg, Regina Molitor, Bart Peters, Eduard Visintini, Samira Fischer, Isabelle Vowinkel
Projektziel und Projektbeschreibung
In der Arbeitsgruppe schließen sich Promovierende in unterschiedlichen Phasen der Promotion zusammen, die sich bei der Bewältigung von praktischen (Schreib-)Problemen gegenseitig unterstützen möchten. Die Formate der AG haben sich in den vergangenen Jahren etabliert und es hat sich ein stabiles Netzwerk entwickelt; über verschiedene Standorte hinweg (Team Mainz, Team Gemersheim und Team „Remote“). Mit dem Schreibretreat hat die AG zudem ein Format entwickelt, das in das reguläre Angebot der GSHS übergegangen ist. Diese erfolgreiche Arbeit soll in der neuen Periode durch Impulse von Neumitgliedern fortgeführt werden.
Dreh- und Angelpunkt sind weiter regelmäßige, gemeinsame Schreib- und Arbeitssitzungen, die die Mitglieder eigenständig organisieren. In diesen Sitzungen sollen sich bewusst Konzentrationsphasen mit kommunikativen Situationen abwechseln, um eine angenehme, einladende und produktive Atmosphäre zu schaffen.
Die Mitglieder der Gruppe reflektieren ihre Arbeitstechniken und bieten sich methodische Hilfestellungen bei Schreibproblemen an, um Lese-, Schreib- und Überarbeitungsstrategien kennenzulernen und einzuüben. Es ist angedacht zu diesem Zweck externe Expertise hinzuzuziehen und hierzu auch eine:n Mentor:in einzubinden. Die Gruppe versteht sich als Plattform für Unterstützungsangebote — sei es das Teilen von hilfreichen Ressourcen und Literatur, die gebündelte Beantwortung von Fragen bis hin zum gemeinsamen Erarbeiten realistischer Zeitpläne für wissenschaftliche Schreibprojekte. Mitglieder der Gruppe können sich untereinander Rat und Einschätzungen einholen, z.B. Textfeedback auf wissenschaftliche Texte von bis zu drei Seiten.
Die Arbeitsgruppe setzt sich damit erneut zum Ziel, eine Anlaufstelle für gegenseitige Unterstützung auf Augenhöhe zu sein. Im Vordergrund steht der niedrigschwellige, unterstützende, soziale und interdisziplinäre Austausch in der Peergroup. So sollen verschiedene Perspektiven eingebunden werden. Die selbst verwaltete digitale Infrastruktur, die das Rückgrat der Gruppe bildet, ermöglicht zudem die ortsungebundene Teilnahme. Die Arbeitsgruppe bildet ein strukturierendes, bedarfsorientiertes, offenes und stabiles Angebot für Promovierende in der GSHS.
Kontakt zu den Ansprechpersonen
Benjamin Doubali, Ann-Kathrin Venz
Weitere AG-Mitglieder: Jonathan Lasi, Maike Roth, Johanna Weinstock, Kathrin Lutz, Nadja Schulz, Nadine Müller, Lydia Kleinstück
Projektziel und Projektbeschreibung
Primäres Ziel ist es, eine nachhaltige Struktur zur Vernetzung für promovierende Forschende der JGU im Bereich der Qualitativen (Sozial-)Forschung unterschiedlicher Fachdisziplinen aufzubauen. Diese könnte dann für verschiedene Bedürfnisse und Anlässe, wie der gemeinsame Austausch über qualitative Forschungsmethoden & Fachdiskurse, gemeinsame Codier- und Analyseverfahren, gemeinsame Interpretationswerkstätten oder auch für Weiterbildungsmöglichkeiten durch Gastvorträge genutzt werden. Es werden regelmäßige Treffen mit konkreten Absichten angestrebt, die unter den Teilnehmer:innen im Voraus koordiniert und abgesprochen werden. Diesbezüglich scheint eine gemeinsame Nutzung einer digitalen Kommunikationsinfrastruktur (z.B. MS Teams) sinnvoll, worüber auch weitere Informationen (Dateien, Ressourcen, Links) ausgetauscht und abgelegt werden können.
Kontakt zu den Ansprechpersonen
Philipp Schlosser, Nadine Müller
Weitere AG-Mitglieder: Kathrin Lutz, Benjamin Doubali, Luca Pascal Winklmüller, Lydia Kleinstück, Tamara Schwinn
Projektziel und Projektbeschreibung
The research group „Transnational Environmental Humanities (TEH)”“ focuses on the positioning of the humanities within the public and academic discourse of socio-ecological and socio-political problems. Despite different academic backgrounds, our shared concern revolves around the ongoing climate, planetary, and humanitarian emergencies, which pose an existential risk to both human and non-human life on earth. In this respect, TEH delves into the multifaceted dimensions of environmental, social, and political crises, aiming to critically examine them within the broader context of power constellations. This includes analyzing the influence of neoliberal capitalism and related issues such as patriarchal, racist, and (neo)colonial structures, as well as the division of the world into a Global North and a Global South. Additionally, our research project explores the legal, normative, and narrative aspects shaping these crises and the temporal factors influencing their development.
Our interdisciplinary and transnational exchange addresses connections across various academic disciplines. To do so, we collectively tackle issues such as environmental ethics and ecological justice, media aesthetics and communication, collective co-creation of solutions, critical resource thinking, technological changes, resilience strategies, as well as various forms of protest, activism, and engagement of socio-political actors, while integrating Indigenous knowledge.
The fundamental questions guiding our research group center on envisioning the coexistence of humans, non-humans, and the environment in the future, as well as determining the desired role of humanity in the Anthropocene era. Our main goal is to discuss conceptional and methodological questions, foster knowledge exchange, and organize various activities such as guest lectures, workshops, publications, podcast production, and website development to share insights on the future of human civilization and sustainable global development. We also seek to establish a collaborative research network by engaging with relevant individuals and organizations within academia as well as from non-academic sectors such as civil society and policymakers.
We enthusiastically invite those passionate about transnational environmental humanities to join us on our journey towards knowledge and wisdom.
Organisierte Veranstaltungen
Environmental Humanities: Approaches – Methodologies – Connections (24.01.2025, 9:30 – 16:00 Uhr)
The workshop „Environmental Humanities: Approaches, Methodologies, Connections“ was hosted by the Transnational Environmental Humanities (TEH) research group on the 24th January 2025 at the Johannes Gutenberg University Mainz.
The event aimed to deepen opportunities for collaboration and foster transdisciplinary research within the environmental humanities. Bringing together scholars from diverse fields—including American studies, social and cultural anthropology, film studies, human geography, and sociology—the event sought to enrich research questions, and methodological approaches, while identifying more common ground for collaboration.
Structured around three key phases, the workshop opened with presentations by invited researchers: Prof. Dr. Simone M. Müller (Augsburg University) and Dr. Paul Reszke (Johannes Gutenberg University Mainz). Both researchers offered insights into interdisciplinary environmental humanities research. The talks resonated strongly with participants’ backgrounds and interests, stimulating meaningful discussion.
The second phase employed a World Café format to encourage active participation and knowledge sharing. Three thematic tables explored (1) Approaches: Science and Society / Activism, (2) Methodologies: Research and Reasoning, and (3) Connections: Interdisciplinarity / Multidisciplinarity. Participants engaged enthusiastically, and the format proved highly effective in generating rich and complementary perspectives.
The workshop concluded with a plenary session in which participants shared key takeaways, highlighted particularly interesting aspects, and offered feedback. The final discussion revealed a strong collective interest in continuing the conversations initiated during the workshop. Participants agreed to plan a follow-up meeting to develop future collaborative activities within the environmental humanities.
With a total of 15 attendees, the workshop provided an ideal setting for both structured dialogue and open exchange, reinforcing the value of transdisciplinary engagement in this growing field.
Kontakt zu den Ansprechpersonen
Yasamin Khalighi, Judith Maria Poersch
Weitere AG-Mitglieder: Granaz Baloch, Paul Hummel, Carolin Magdalena Jesussek, Blanca Luque Capellas, Theresa Mentrup, Markus Reuter, Dr. Fabienne Pradella, Kathrin Lutz, Dr. Oliver Völker
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